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Blick vom Ehrenmal auf Laboe



Verliebt in Laboe ...

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Das Bild des Tages......

neuer Eis- und Kaffee Wagen gegenüber Ehrenmal

Montag, 06. April 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

ein herrlich sonniges Wochenende liegt hinter uns und die Frage war ja, reichen die eingeleiteten Maßnahmen zur Eindämmung des Tagestourismus oder muss noch nachgebessert werden?

 

Meine persönliche Erfahrung vom Wochenende ist, dass die Sperrungen der Großparkplätze erfolgreich waren. Der Strand und der Naturerlebnisraum waren Samstag und Sonntag fast menschenleer. Strahlender Sonnenschein und leerer Strand, ein ungewohntes Bild für Laboe. Vereinzelt spazierten die Menschen am Strand entlang, Sicherheitsabstand kein Problem. Ich denke mal, genauso ist es gedacht und geplant und die Laboer halten sich daran, das ist doch mal eine sehr gute Nachricht. Der Parkplatz am Wiesenweg war übrigens nicht abgesperrt, trotzdem war er fast leer.

 

Aber als ich in den Hafenbereich kam hatte ich das Gefühl, ich hätte eine Zeitreise in den Sommer 2019 unternommen. Der Parkplatz am Hafen brechend voll mit Fahrzeugen, PLÖ-Kennzeichen in der absoluten Minderzahl. Dann der Motorrad-Parkplatz, voll mit schweren Maschinen aus HH, SE, RD, FL usw.

 

Und nun können die Surfer und Kiter natürlich zu Recht argumentieren, warum werden sie praktisch ausgesperrt, wobei sie doch sogar noch einen sehr leisen Sport betreiben, während die schweren Motorräder von außerhalb in größeren Gruppen über die Strandstraße donnern dürfen. Auch Motorrad fahren ist ein Freizeithobby, laut Gemeinde Laboe ist aber ganz klar geregelt „Aktuell ist der Freizeitbesuch in Laboe gesetzlich untersagt“. Ostern steht vor der Tür und ich denke mal, so wie es am Hafen am vergangenen Wochenende ausgesehen hat sollte es eigentlich nirgendwo mehr aussehen. Im Ansatz waren die Maßnahmen aber ja schon einmal sehr gut und wirkungsvoll, aber da geht noch was.

 

Das Problem sind meines Erachtens die zu vielen schwammigen Verordnungen, gepaart mit den vielen Ausnahmeregeln von den Ausnahmeregeln und zu wenigen Kontrollen. Die Menschen sind einfach verunsichert, weil mal so und mal so entschieden wird, es ist eben alles eine Auslegungssache. Warum dürfen die einen das und die anderen nicht? Das führt zu vielen unnützen und teils sehr emotionalen Diskussionen wenn man z.B. mal auf Facebook schaut, Das hätte sich alles erledigt wenn es ganz klare Regeln geben würde an denen sich die Menschen dann orientieren und halten können. 


So heißt es aber u.a. in der Verordnung des Landes S-H:

"Die Polizei setzt auf die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger und appelliert, die veröffentlichten Verhaltensregeln zur Vermeidung und Ausbreitung einer Infektion mit dem Corona-Virus ernst zu nehmen und einzuhalten".

Aber in der Praxis sieht es doch leider so aus, dass mit Appellen und Vernunft bei einigen Menschen nicht viel zu erreichen ist.

 

Warum steht nicht an den beiden Zufahrten nach Laboe je ein Polizeifahrzeug und überprüft die Fahrzeuge mit auswärtigem Kennzeichen und stellt die 3 W-Fragen? Woher – Wohin – Warum? Also keine generelle Abriegelung sondern nur eine ganz simple Verkehrskontrolle wie sie jeden Tag überall in Deutschland durchgeführt wird. Ich glaube, die könnte eine Menge bewirken zur Sicherheit aller. Es gibt seit letzter Woche einen Corona-Bußgeldkatalog, die meisten werden niemals damit in Berührung kommen, aber wenn diejenigen, die meinen für sie zählen die Vorschriften nicht, plötzlich 150 € bezahlen müssen für die Ausflüge z.B. von Hamburg nach Schleswig-Holstein, dann dürften es sich diese Menschen schon überlegen ob es das wert ist.

 

Andererseits entwickeln sich die fast täglich ändernden Verordnungen aber auch mal zu ganz kuriosen Geschichten der Bürokratie und wenn die Sache nicht so ernst wäre könnte man laut lachen. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch wie es früher war, also vor Corona, als man Appetit auf ein Eis aus der Eisdiele hatte. Da reihte man sich in die Schlange vor der Eisdiele ein und holte sich sein Eis. Durch Corona und die größeren Abstände sind die Schlangen optisch zwar länger geworden, ist aber ja kein Problem. Zusätzlich wird im Moment der Ausgabebereich jetzt durch Plexiglas-Abtrennungen o.ä. zur Sicherheit des Personals und der Käufer abgesichert, auch das ist eine notwendige und richtige Maßnahme und daher völlig OK.

 

Aber nun wiehert der Amtsschimmel. Denn - Eis darf in S-H nur noch nach vorheriger telefonischer Bestellung abgeholt werden. In der Praxis sieht das dann so aus: Ich stehe also mit dem richtigen Abstand in der Schlange, bin bald dran und dann muss ich zum Handy greifen.... „Ciao Antonio, hier ist der der Ostsee-Peter, hab jetzt noch 3 Leute vor mir und möchte 2 Kugeln Eis bestellen, Vanille und Schokolade mit Sahne. In der Waffel“. Also ehrlich, da fühle ich mich, als wenn ich selber einen an der Waffel hätte. Habe ich wahrscheinlich ja auch, aber ich bekomme mein Eis doch noch genau so in die Hand gedrückt wie früher und auch am Bezahlen ändert sich doch nichts.....

 

Für fahrbare Verkaufswagen gilt ab vergangenen Freitag auch ein Verkaufsverbot. Das betrifft auch den ganz neuen Wagen in der Strandstraße gegenüber vom Ehrenmal der jetzt gar nicht erst aufmachen durfte. Ich hatte letzte Woche noch beobachtet, wie ein paar junge Leute den Kiosk und den Zaun weiß gestrichen haben, normalerweise hätte ich da ja sofort losgeschnackt, aber im Moment halte ich mich da auch etwas zurück mit der Kommunikation.

 

Das tut mir ja nun irgendwie leid mit dem neuen Wagen von Zantopps-Eis und der Kaffeeküste, denn das ist eine gute und leckere Kombination. Aber auch Corona geht vorüber.

 

Wenden wir uns aber mal ein paar anderen schönen Dingen zu. Am Dienstag, den 07. April ist nicht nur Weltgesundheitstag sondern ich kann gleich zwei Geschäfts-Jubiläen für Laboe ankündigen.

 

Am 07. April 2010 eröffnetet Anke Buuk ihre Praxis für Psychotherapie, Hypnose und Traumlandtherapie zunächst in Wendtorf, seit 2015 befindet sich ihre Praxis in Laboe am Probsteier Platz 3.

 

Ich hatte vor ein paar Tagen ein sehr ausführliches Gespräch mit Anke Buuk in ihrer Praxis wo sie mir ihre Arbeit einmal sehr detailliert erklärte. Die Psychotherapie, wörtlich übersetzt „Behandlung der Seele“, gliedert sich auf in verschiedene Behandlungsbereiche, die je nach Bedarf eingesetzt werden. Depressionen, Ängste, Essstörungen, Raucherentwöhnung, Zwänge oder psychosomatische Erkrankungen, Süchte, Gewichtsreduktion, Schlafstörungen, sie alle erfordern jedes Mal eine ganz individuelle Herangehensweise.

 

„Aber nicht jeder, der in meine Praxis kommt ist gleich psychisch krank“, so Anke Buuk.  Oftmals hilft schon ein Zuhören und ein Gespräch bei momentanen Lebenskrisen, sei es nun in der Partnerschaft oder im Beruf. Für die Patienten ist es schon eine sehr große Erleichterung, wenn sie sich einmal alles von der Seele reden können was sie im Moment belastet.

 

Grundsätzlich beginnt aber jede Behandlung mit einem ausführlichen Erstgespräch um gemeinsam mit dem Patienten die für ihn am besten geeignete Therapie herauszufinden. Und da kann Anke Buuk auf eine Vielzahl unterschiedlicher Behandlungsmethoden zurück greifen, um das seelische Gleichgewicht ihrer Patienten wieder herzustellen.

 

Bei einer Behandlung wie des Bournout Syndroms, der Stressbewältigung, der Raucherentwöhnung oder der Gewichtsreduktion haben sich die Verhaltenstherapie und die Hypnose als sehr erfolgreich erwiesen. Wobei die Hypnosebehandlung überhaupt nichts mit der Show-Hypnose auf der Bühne zu tun hat, sondern bei einer Heilhypnose ist die die aktive Mitarbeit des Patienten ganz wichtig.


Bei den kognitiven Therapieverfahren oder bei einer lösungsorientierten Kurzeittherapie geht es um die Behandlung akuter Probleme die den Patienten momentan belasten und wo durch diese Behandlungen kurzfristig Abhilfe geschaffen werden kann. Eine Traumlandtherapie wird eingesetzt bei Angstzuständen, Zwängen oder bei psychosomatischen Krankheiten. Eine Traumlandtherapie besteht aus besonders liebevoll aufgebauten Trancereisen um die Anspannungen zu lösen.

 

Selbstverständlich verändert auch der Corona-Virus im Moment die Arbeit vieler Therapeuten. Denn die rasante Ausbreitung des Covid-19 Virus sorgt bei vielen Menschen zusehends für eine tiefe Verunsicherung und Angst, wie die Beobachtungen der Therapeutenverbände ergaben haben. Dadurch entsteht im Moment bei vielen Menschen ein erhöhter Gesprächsbedarf. Auch die zwangsweise auferlegte Einsamkeit oder das unfreiwilligen Zusammensein für einen längeren Zeitraum überfordern viele Menschen. Aber auch in diesen Fällen kann Anke Buuk natürlich helfen und ihre Klienten unterstützend begleiten.

 

In der Praxis von Anke Buuk ist sichergestellt, dass der Abstand von 2 Metern stets eingehalten wird, alle Dinge mit denen der Patient in Verbindung kommen könnte werden regelmäßig desinfiziert.

 

Seit rund 2 Jahren schon gibt es auch die Möglichkeit einer telefonischen Therapie, die gerade in der jetzigen Zeit sehr an Bedeutung gewonnen hat.

 

Eine Sitzung bis zu einer Dauer von 90 Minuten kostet nur 45 €, um möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, die Hilfe und Unterstützung bei seelischen Problemen von Anke Buuk in Anspruch zu nehmen. Terminabsprache Montag bis Freitag zwischen 09:00 und 19:00 Uhr unter Telefon 0177 – 2009192 oder 04343 – 1829005. Weitere Informationen gibt es auch auf ihrer Homepage HIER

 

Liebe Anke, herzlichen Glückwunsch zum 10-jährigen, ich wünsche Dir, dass Du auch in den nächsten 10 Jahren noch vielen Menschen helfen kannst, ihr seelisches Gleichgewicht wiederzufinden. Ich bin übrigens nach unserem herzlichen Gespräch als nicht therapierbar entlassen worden, mit anderen Worten, ich bin ein hoffnungsloser Fall.

 

Und nun wird es seeehr lecker. 13 Jahre Coffeeshop Mocca Fee. Obwohl, so ein Stück Torte ist ja auch was Feines für die Seele.....  2007 starteten Simone Jendro und Sandra Trudrung ihr kleines aber feines Café in der Reventloustraße, anfangs noch unter dem Namen „Moccasin“. Renate und ich sind ja erst 2008 nach Laboe gezogen aber das MoccaFee war immer eine ganz beliebte Anlaufstelle. Und als ich eben ein paar alte Fotos herausgesucht habe, gingen mir auch sofort wieder ganz viele und schöne Erinnerungen, Geschichten und Gedanken durch den Kopf, die mich mit dem Café MoccaFee verbinden.

 

So habe ich ein Bild gefunden von der Mozart-Torte, das war früher immer Renates Lieblingstorte. Und die gab es dann noch einmal am Tag ihrer Beerdigung, ich hoffe, Renate hat uns von oben zugeschaut. 50. Geburtstag  meines Bruders Michi der in Dänemark lebt und an dem Wochenende in Laboe war – auch da gab es eine ganz individuelle Torte mit Dänischer Beschriftung. Oder das letzte Bild mit meiner Freundin Gudrun aus Buchholz im November letzten Jahres, sie ist dann ja leider im Februar 2020 verstorben.

 

Das Café MoccaFee der beiden sympathischen Konditorinnen Sandra und Simone hat also für mich persönlich eine ganz besondere Bedeutung. Über die legendären Rumkugeln darf ich ja auf Wunsch von Sandra und Simone schon seit ein paar Jahren nichts mehr schreiben, daran habe ich mich auch immer schweren Herzens gehalten und das will ich auch heute tun.

 

Denn normalerweise hätte ich diese runden Teile ja immer in den höchsten Tönen gelobt, solch sagenhafte Rumkugeln habe ich bis heute in meinem ganzen Leben noch nirgendwo anders gegessen. 2 Kugeln und das Auto muss stehen bleiben. Dann diese herrlich cremige Füllung oder die Umhüllung aus dicker Schokolade mit knusprigem Krokantsplittern und das Ganze mit Puderzucker bestreut, nein, darüber möchte ich auch heute nichts schreiben. Es gibt nämlich noch ganz viele andere schöne und leckere Sachen im MoccaFee und die Rumkugeln eben nicht jeden Tag, sie sind schon etwas ganz Besonderes und sollen es auch bleiben.

 

Also jeden Tag eine neue Überraschung, alles wird immer von Hand und mit viel Liebe hergestellt. 13 Jahre MoccaFee in Laboe, das ist wirklich schon eine lange Zeit. Das die Jubiläumsfeier nun leider ganz anders ausfallen muss als geplant ist natürlich schade. Aber Dienstag gibt es für mich Torte to go, das steht ja schon einmal fest. Soll ich sonst noch für jemanden ein Stück Kuchen mit essen?

 

Liebe Sandra, liebe Simone, haltet durch in dieser schweren Zeit, Laboe ohne MoccaFee wäre irgendwie undenkbar für mich und für die vielen anderen Einheimischen, Urlauber und Fans auch. Herzlichen Glückwunsch euch beiden. Auch HIER einmal der Link zu ihrer Homepage. Ein Gästebuch haben die beiden Feen zwar nicht auf ihrer Homepage, aber wer gratulieren möchte kann das auch per Mail unter info@moccafee-laboe.de

 

So, das für den Start in die Osterwoche. Bleibt gesund, wir lesen uns dann am Mittwoch noch einmal mit einem kleinen Ostergruß. Normalerweise hätte ich dann eine ganze Liste mit Veranstaltungshinweisen veröffentlicht, hat sich nun aber ja alles erledigt.

 

Ich sage Tschüss und sende sonnige Grüße aus Laboe

Euer Ostsee-Peter


Freitag, 03. April 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

am heutigen Freitag war es dann soweit in Laboe wie in den Nachbargemeinden auch, Sperrung zahlreicher Parkplätze in Strandnähe, in Laboe sind es jetzt zusätzlich die Parkplätze MWSH, Surfers Paradise, Strandklause und An der Au. Die Parkplätze Katzbek und am Ehrenmal sind ja schon länger gesperrt. Weiterhin informieren Hinweistafeln an den Zufahrtsstraßen zum Strand dass die Parkplätze gesperrt sind um die Autofahrer möglichst gar nicht erst zu animieren, sich auf Parkplatzsuche zu begeben.

 

Ein Erlebnis hatte ich dann aber an dem Parkplatz An der Au, der Parkplatz ist ja auch immer bis auf den letzten Platz gefüllt mit Fahrzeugen von Spaziergängern die den Naturerlebnisraum besuchen und von Wassersportlern. Dieser beliebte Parkplatz war nun also auch abgesperrt, was einige Zeitgenossen aber nicht daran gehindert hat, das rot-weiße Absperrband zu entfernen um dann dort zu parken. Auch die Bushaltestelle war zugeparkt ebenso wie ein paar freie Lücken am ehemaligen El Mason Playa.

 

Gerade als ich vor Ort war kam nun ein Autofahrer langsam angefahren der auf Parkplatzsuche war, sah dass einige Fahrzeuge trotz Absperrung dort parkten und war dann gerade dabei, sich auch einen eigenen Parkplatz zu schaffen, als ein Polizeifahrzeug vorbeikam und natürlich anhielt, der Autofahrer noch mit dem abmontierten Absperrband in der Hand.

 

Und nun kommen wir dann mal zu dem Dilemma, in dem wahrscheinlich auch die Polizei steckt. Sie hat zwar mit dem Mann gesprochen, der musste das Flatterband auch wieder anbringen aber das war es dann auch schon.

 

Schleswig-Holstein, das Land zwischen den Meeren, hat laut dem Statistikamt Nord an der Ostsee eine Küstenlänge von 685 km, an der Nordsee eine Länge von 644 km. Um Wassersport zu betreiben oder Spaziergänge am Strand zu unternehmen ist also für alle genug Platz in S-H vorhanden. Durch die Coronakrise appelliert die Landesregierung zurzeit an die Menschen: "Kein Tourismus, keine Tagesausflüge" und bittet darum, im näheren Umfeld zu bleiben. Auch wenn es nicht ausdrücklich verboten ist, durch Schleswig-Holstein zu reisen. Daran halten sich zum Glück auch die meisten Menschen, nur einige Zeitgenossen eben leider nicht.

 

Die Urlaubsorte an der Küste sehen sich daher also leider gezwungen, um dem teils immer stärker werdenden Tagestourismus entgegenzuwirken, die Parkmöglichkeiten und Zufahrten zum Strand und Wasser zum Schutz der Gesundheit aller Einwohner drastisch einzuschränken. Natürlich ist es auch verständlich, dass die Menschen aus den Städten an die See wollen und wenn sich alle an die Vorgaben halten lässt sich das auch einigermaßen bewerkstelligen.

 

Aber dann kommen eben ein paar uneinsichtige Menschen die der Meinung sind, für sie gilt das alles nicht und damit sind wir dann zurück beim Parkplatz „An der Au“ in Neu-Stein. Wenn ein Autofahrer also sieht, oh prima, da brauche ich ja nur das Absperrband wegzunehmen und schon habe ich einen tollen kostenlosen Parkplatz, das haben die anderen schließlich auch so gemacht, dann kann man da nur ungläubig staunen. Da muss man sich doch wirklich fragen, was geht in den Köpfen dieser Menschen vor? Was verstehen die nicht wenn da ein Parkplatz abgesperrt ist?


Wir haben nun mal die Corona-Pandemie. Die meisten Menschen halten sich an die Vorgaben und Appelle, einige Egoisten aber eben leider nicht. Andere Bundesländer haben schon einen Corona-Bußgeld-Katalog, in Kiel wird noch daran gearbeitet, vielleicht würde ja ein Bußgeld diese Menschen zur Vernunft bringen, aber dann taucht natürlich sofort die Frage auf, wer will das kontrollieren?

 

Meines Erachtens fehlen da ganz klare und eindeutige Regeln statt nur Appelle, Bitten und Wünsche, sich an die Kontaktsperren zu halten. Das ist alles sehr schwammig formuliert und da kann sich jeder das Beste für sich heraussuchen.

 

Andererseits passiert aber ja auch eine Menge zum Schutz der Bürger, aber letztendlich sind wir alle gemeinsam gefordert und haben es selber in der Hand, ob wir die Pandemie als das betrachten was sie ist – nämlich lebensgefährlich. Oder so tun als gehe uns das alles nichts an und bringen uns damit nicht nur selbst sondern viele andere Menschen auch in Gefahr.

 

Nun schauen wir mal, wie die heute eingeleiteten neuen Maßnahmen am Wochenende greifen. Und wenn am Wochenende erst einmal unserer Politesse im Einsatz ist wird sich hoffentlich auch die Lage am Parkplatz An der Au wieder normalisieren.

 

Im Fotoalbum sehen wir heute dann mal ein paar andere Fotos als gewohnt, nämlich Laboer Parkplatzbilder. Und allen Urlaubern, die einen Osterurlaub in Laboe gebucht haben der nun leider ausfallen muss kann ich sagen, wenn ihr kommt werden sich alle Laboer ganz besonders bemühen, Euch einen wunderschönen Urlaub zu bieten.


Die schönen Ostsee-Bilder die wir heute sehen, werden auch in ein paar Wochen und Monaten noch genauso aussehen. Wir "Eingeborenen" haben zwar das Glück, an einem herrlichen Fleckchen Erde zu wohnen, aber die Beschränkungen und Auflagen gelten für uns genauso wie für alle anderen Bürger in Deutschland auch.

 

Halten wir also gemeinsam durch, beachten die Regeln und umso schneller können wir Corona hoffentlich hinter uns lassen.

 

Am Montag kann ich dann zwei Jubiläen ankündigen die am Dienstag zwar leider nicht in geplanter Form stattfinden können aber trotzdem sicherlich sehr schön und sicherlich auch lecker werden. Also bleibt gesund und habt ein schönes Wochenende.

 

Liebe Grüße

Euer Ostsee-Peter  



Mittwoch, 01. April 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

mit meinem Bericht vom Montag habe ich anscheinend ganz vielen Laboer Bürgern aus der Seele gesprochen wie mir die die vielen Zuschriften gezeigt haben. Es war genau das Thema, das vielen Bürgerinnen und Bürgern aus Laboe momentan auf der Seele brennt.

 

Ich hatte dann zu diesem Thema gestern ein sehr ausführliches und konstruktives Gespräch mit unserem Bürgermeister Heiko Voß, wir haben uns in freier Natur bei unseren Rundgängen getroffen. Mir war natürlich völlig klar, dass Heiko Voss nicht alles gefallen hat was ich geschrieben habe, aber mir und ganz vielen Einheimischen hat eben auch nicht gefallen, was da am vergangenen Wochenende in Laboe abgelaufen ist. Es herrschte also Gesprächsbedarf auf beiden Seiten.

 

Am vergangenen Montag erschien dann ja auch noch der Bericht in den Kieler Nachrichten, O-Ton Bürgermeister: er hat nichts gesehen was gegen das Gesetz verstößt, alles ist in bester Ordnung in Laboe. Das hat dann doch einige Bürger veranlasst, ihren Unmut in Form von Schreiben an den Bürgermeister oder Leserbriefen kund zu tun.

 

Was ist da also schief gelaufen? Oder eben auch nicht und deshalb habe ich Heiko Voss gebeten, mir das einmal so zu erklären, dass ich das als normaler Bürger auch verstehe und nachvollziehen kann. Und nur dann kann ich das neu  erworbene Wissen auch weitergeben, was ich hiermit sehr gerne mache.

 

Um etwas besser zu verstehen was da speziell am letzten Wochenende passiert ist müssen wir mal etwas zurückblättern in unserem Corona-Tagebuch. Ein wichtiger Stichtag war der 18. März und die TV-Ansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel an die Nation. Blieben bis zu diesem Zeitpunkt die Menschen freiwillig zu Hause verkündete Frau Merkel, dass es vorerst keine Ausgangssperren geben würde, sie appellierte aber an die Bürgerinnen und Bürger dass sie sich an die vorgegebenen Abstände und Regeln halten mögen. In den einzelnen Bundesländern wurden daraufhin sofort entsprechende Verordnungen und Erlasse ausgegeben, bei uns im Norden nennt sich das etwas sperrig „Schleswig-Holsteinische Landesverordnung und Erlasse zum Umgang mit SARS-CoV-2“.

 

Und nun kommen wir langsam zum Kern der Sache, denn in dieser Landesverordnung ist genau geregelt, was erlaubt ist und was nicht. Einerseits. Andererseits ist aber auch vieles sehr schwammig formuliert wie wir noch sehen werden. Aber um schon einmal eines vorweg zu nehmen – Reisen innerhalb Schleswig-Holsteins sind für die Bewohner grundsätzlich nicht untersagt. In der Verordnung heißt es weiter: Allerdings gilt auch für Schleswig-Holsteiner, dass allen Beherbergungsbetrieben untersagt ist, Gäste zu touristischen Zwecken zu beherbergen. Gastronomische Betriebe etc. sind ebenfalls geschlossen.

 

Grundsätzlich prüfen die Gesundheitsbehörden in Zusammenarbeit mit den örtlichen Ordnungsbehörden, ob die aktuellen Regelungen eingehalten werden. Die Polizei unterstützt hierbei. Es werden aktuell keine besonderen Kontrollstellen durch die Polizei eingerichtet. Kontrollen führt die Polizei im Rahmen des Präsenzdienstes, lageangepasst und im Einzelfall durch.

 

Die Polizei setzt auf die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger und appelliert, die veröffentlichten Verhaltensregeln zur Vermeidung und Ausbreitung einer Infektion mit dem Corona-Virus ernst zu nehmen und einzuhalten. Grundsätzlich wird das Mitführen des Personalausweises empfohlen.

 

Und auch da haben wir es wieder. Die Polizei appelliert nur, setzt auf die Vernunft der Bürger, verboten ist aber nichts. Ganz anders sieht es allerdings bei Reisen aus touristischem Anlass aus anderen Bundesländern in das Gebiet des Landes Schleswig-Holstein aus, diese sind ausdrücklich verboten. An den Autobahnen A1 und A7 wird zudem durch Hinweisschilder über die Sperrung für Touristen informiert, Touristen werden zur Umkehr aufgefordert.

 

Wer aber in S-H wohnt kann also auch seinen Hobbys nachgehen in jedem Ort der ihm gefällt, so ist es gesetzlich geregelt. Ein Fall zum Eingreifen wäre nur gegeben, wenn z.B. die Kiter und Surfer dann in Gruppen zusammen sitzen um zu grillen oder ein Bier zu trinken oder wenn sich am Strand Gruppen bilden, das alles ist verboten. Und deshalb stehen da übrigens im Moment auch noch keine Strandkörbe. In solch einem Fall kann und muss die Polizei eingreifen und Platzverweise aussprechen. Ein Bußgeld ist aber ausdrücklich nicht vorgesehen.


Wenn die Wassersportler auf dem Wasser sind haben sie automatisch genügend Abstand. Wenn sie alle an Land z.B. beim An- und Umkleiden den Sicherheitsabstand einhalten, selbst wenn es 20 einzelne Menschen gleichzeitig sind, gibt es keinerlei Grund zum Eingreifen.

 

Weiter heißt es in der Verordnung: Grundsätzlich ist auch ein Besuch anderer Familienmitglieder (z. B. Eltern, Geschwister, Ehegatten, Lebenspartner) nicht untersagt. Ausflüge sind erlaubt, allerdings würden groß angelegte Ausflüge an die Nord- und Ostsee die Bemühungen der Landesregierung unterlaufen, die Ausbreitungsgeschwindigkeit von SARS-CoV-2 zu verlangsamen. Daher sind Ausflüge, wie Spaziergänge, möglichst auf das nähere Umfeld zu beschränken.

Kontakte zu anderen Personen sind dabei ausdrücklich auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren und, wo immer möglich, ist ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Meter einzuhalten.

 

Und auch da ist es wieder Auslegungssache wenn es heißt: Ausflüge sind erlaubt aber „möglichst“ auf das nähere Umfeld zu beschränken, ein sehr dehnbarer Begriff. Wo fängt das an, wo endet das?

 

Kommen wir zu den unzähligen geparkten Autos in der Strandstraße am letzten Wochenende. Die Polizei fährt vorbei und guckt nur. Das alles hat Heiko Voß natürlich auch gesehen. Aber selbst wenn die Fahrzeuge im Halteverbot stehen interessiert das die Polizei nicht, denn dafür ist das Ordnungsamt zuständig. In Laboe also die Politesse, die am letzten Wochenende aber nicht im Einsatz war. Die Polizei greift nur ein wenn Fahrzeuge verkehrsbehindernd geparkt sind und somit eine Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer darstellen.

 

Ich glaube, wir können schon an diesen Beispielen erkennen, wie schwierig es ist, das von uns Wahrgenommene mit den vorhandenen Bestimmungen, die sich auch noch fast täglich ändern, in Einklang zu bringen.

 

Bürgermeister Heiko Voß hat mir mehrfach versichert, dass er die Ängste und Bedenken der Bürger sehr gut verstehen und nachvollziehen kann. Die meisten Bürger verhalten sich sehr vernünftig, gehen nur mit max. 2 Personen spazieren, halten Abstand und treffen dann plötzlich auf die Schar der Surfer und Kiter die nur an ihr Vergnügen denken und ihren Spaß haben. Aber das ist eben nicht verboten solange sich alle an die Vorgaben von Mindestabstand und Personenanzahl halten. Und als Bürgermeister muss er sich nun einmal an die Gesetze und Vorschriften halten, die uns Bürgern aber im Einzelnen normalerweise gar nicht bekannt sind und daher für Unruhe und Unmut sorgen.

 

Trotzdem hat der Bürgermeister natürlich auch etwas Spielraum und so wird vom 03. April bis zunächst 19. April der Fördewanderweg in Absprache mit der Bundeswehr gesperrt. Hier zeigte übrigens die Info-Tafel gestern und heute unterschiedliche Texte an, aber das wird sich noch einpendeln.

 

Die Parkplätze in Neu-Stein und vor der Schwimmhalle werden bis zum kommenden Freitag ebenfalls gesperrt. Auch der Parkplatz von Surfers Paradise am Ehrenmal wird jetzt zusätzlich gesichert und abgesperrt. Zusätzliche Halteverbotsschilder und Hinweistafeln werden aufgestellt und auch die Politesse ist am Wochenende im Einsatz. Darüber hinaus wird sehr genau kontrolliert, ob für die Osterfeiertage noch weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen um die Tagestouristen, die normalerweise herzlich willkommen sind, zu ihrem eigenen und zu unserem Schutz aus Laboe fernzuhalten.

 

Nun könnte man sich natürlich fragen, warum ist das nicht alles schon viel früher in die Wege geleitet worden? Aber „hätte, wenn und aber“ bringen uns ja im Moment nicht weiter, das kann man später aufarbeiten. Wichtig ist nur, dass jetzt etwas geschieht damit sich so etwas nicht wiederholt, auch wenn es ja nicht verboten war.

 

Warten wir also ab was am nächsten Wochenende passiert und dann sehen wir weiter. Wer selber einmal nachlesen möchte was in der Landesverordnung steht drückt HIER oder für den Fragen- und Antwortenkatalog HIER

 

Dann gibt es noch ein paar weitere sehr interessante Daten die mir Veranstaltungsleiter Christian Bohnemann heute aus seiner technischen Datenquelle zur Verfügung gestellt hat. Wenn wir nun alle der Meinung waren, am letzten Wochenende war es voll auf der Promenade, dann zeigen die Zahlen ein ganz anderes Bild auf.

 

Am Samstag den 28.03.2020 wurden 1091 Personen innerhalb von 24 Stunden auf der Promenade gezählt. 

Am Sonntag den 29.03.2020 waren 900 Personen innerhalb von 24 Stunden auf der Promenade.

 

Schauen wir uns nun einmal zum Vergleich die Zahlen von diesen beiden Tagen im letzten Jahr an, sah es wie folgt aus:

 

Am Samstag den 30. März 2019 wurden 4553 Personen innerhalb von 24 Stunden auf der Promenade gezählt. 

Am Sonntag den 31. März 2019 wurden 5017 Personen innerhalb von 24 Stunden auf der Promenade gezählt.  

 

Bedeutet, an dem Wochenende in der Coronakrise gibt es beim Vergleich des Wochenendes 2019 zu 2020 einen Rückgang der Besucherzahlen von 76% bzw. 82%.

 

Der tägliche Durchschnitt an Menschen auf der Promenade im ganzen Jahr liegt übrigens bei 2398 Personen. Wochentags sind in dieser Jahreszeit im Durchschnitt etwa 800 Personen täglich auf der Promenade unterwegs.

 

Auch diese Zahlen mögen hoffentlich dazu beitragen, den Pulsschlag etwas zu senken. Wenn dann noch am Wochenende die neuen Maßnahmen umgesetzt werden, sollte es eigentlich endlich wieder ruhiger werden in Laboe. Wobei natürlich auch das Wetter eine große Rolle spielt. Dauerregen und Flaute über Ostern käme in diesem Jahr ausnahmsweise gar nicht mal nicht so ungelegen.

 

Fassen wir also zusammen. Tatsache ist, es gibt momentan keine gesetzliche Grundlage, den Zustrom an Tagesgästen aus Schleswig-Holstein zu stoppen. Was Bürgermeister Heiko Voß jetzt zusätzlich in die Wege geleitet hat ist, dass die Aufenthaltsqualität (was für ein Wort) in Laboe noch weiter herunter gefahren wird. Sollte das immer noch nicht reichen ist das Ende der Fahnenstange nach unten noch nicht erreicht, da geht noch was.

 

Aber gehen wir mal davon aus, dass sich die Laboer am kommenden Wochenende wieder ohne Angst an den Strand und in die Natur wagen können.

 

Ich hoffe, ich konnte heute einmal mit einem Blick hinter die Kulissen etwas zur Aufklärung beitragen. Auch für mich war vieles ganz neu und überraschend was ich in den letzten zwei Tagen zu diesem Thema erfahren habe, man lernt doch nie aus.

 

Das soll es gewesen sein für den Mittwoch, gerade schreibe ich noch vom schlechten Wetter, schon ist es da. Soooo war das nun auch nicht gemeint lieber Petrus. Im Album sehen wir dann ein graues Bild von heute und ansonsten herrliche Sonnenscheinbilder vom Dienstag aus dem Naturerlebnisraum.

 

Ich sage dann mal Tschüss bis zum Freitag

Euer Ostsee-Peter


Montag, 30. März 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

ein dramatisch schönes Wochenende liegt hinter uns. Dramatisch wegen der Sturmflut und den gefühlt tausenden von Tagesgästen, die am Wochenende wieder über Laboe hergefallen sind. Schön durch den herrlichen Sonnenschein der trotz reichlich Wind das Wetter beherrschte. Eigentlich alles OK, wenn......

 

... wenn wir nicht im Moment die Corona-Krise hätten. Ganz Schleswig-Holstein (und natürlich alle anderen Bundesländer auch) sind fast zum Stillstand gekommen, nur in Laboe tobt das Leben als wenn die Verantwortlichen hier noch gar nicht mitbekommen haben, was gerade draußen in der Welt passiert.

 

Um den Tagestourismus zu stoppen wurden Spielplätze, öffentliche Toiletten usw. sowie die Parkplätze Katzbek und am Ehrenmal gesperrt. Soweit so gut. Aber was nützt das, wenn die Parkplätze vor der geschlossenen Schwimmhalle und dem gesperrten Hafen weiterhin geöffnet bleiben? Wahrscheinlich hat sich jemand gedacht, den armen Kitern und Surfern aus den Umlandgemeinden ist es ja nicht zuzumuten, den weiten Weg vom Ehrenmalparkplatz zu Fuß mit ihrer schweren Ausrüstung zu laufen, lassen wir also den Parkplatz an der Schwimmhalle geöffnet. Dazu keine Kontrolle der parkenden Fahrzeuge in der völlig zugeparkten Strandstraße, unsere auswärtigen Gäste sollen sich ja wohl fühlen in Laboe.

 

Auch der Hafen zieht natürlich immer wieder viele Besucher an, gerade auch bei der Sturmflut am Sonntag, da kommen zusätzlich dann noch die „Katastrophen-Touristen“ um zu gucken, also lassen wir auch den Parkplatz geöffnet damit die Leute es nicht so weit zum Hafen und Strand haben. Auch für die Verpflegung mit Speisen und Getränken ist überall gesorgt, in Laboe kann man sich auch zu Corona-Zeiten als Auswärtiger prächtig amüsieren.

 

Wie wäre es noch mit entsprechenden Plakaten im ganzen Land?

„Über Ostern an die See? Kein Problem - kommt nach Laboe!!!“

Das ist zwar jetzt ironisch gemeint, aber so kam es mir am Sonntag vor in Laboe.

 

Und so denken wahrscheinlich auch viele der Tagestouristen, die am vergangenen Wochenende trotz aller Ermahnungen und Verfügungen teils weite Anfahrten in Kauf genommen haben, nur um in Laboe ihren Spaß zu haben.

 

Sorry, ich bin auch nur ein Einwohner von Laboe und verstehe das einfach nicht. Cuxhaven sperrt seinen Strand für auswärtige Besucher, in Laboe sind sie herzlich willkommen. In Damp werden Kiter und Surfer kontrolliert und gegebenenfalls aus dem Wasser geholt sofern es sich nicht um Einheimische handelt. Wer mal am Wochenende gesehen hat wie viele Camperfahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen in der Strandstraße geparkt haben, der weiß wovon ich rede. Da es aber anscheinend in ganz Schleswig-Holstein nirgendwo mehr so viel Fun gibt wie in Laboe, nimmt man natürlich auch gerne Fahrten von 100 km und mehr auf sich, um hier seinen Spaß zu haben.

 

Im Bereich Neu-Stein sieht es auch nicht anders aus. Wie mir eine Bewohnerin dort erzählte war sogar der Privat-Parkplatz der jetzt leeren Ferien-Appartementanlage am vergangenen Wochenende vollgestellt mit Fahrzeugen aus ganz Deutschland.

 

Also irgendetwas läuft da ganz gewaltig schief in Laboe und das fällt nicht nur mir auf sondern vielen Bewohnern, mit denen ich am Wochenende (mit weitem Abstand) gesprochen habe. Auch in den sozialen Netzwerken findet man dazu zahlreiche Fotos und Berichte entsetzter Anwohner.

 

Immer wieder taucht der Vorschlag auf, da Laboe ja nur zwei Zufahrten hat, diese zu sperren. Wer nach Laboe hinein will muss das entsprechend begründen und belegen. Im Prinzip also eine sehr einfache und wirkungsvolle Maßnahme, die zu normalen Zeiten natürlich an den rechtlichen Voraussetzungen scheitern würde. Aber wir haben im Moment nun mal keine „normalen“ Zeiten.

 

Wie sonst will Laboe die Sache mit den Tagestouristen in den Griff bekommen wenn nirgendwo kontrolliert wird? Wer zu normalen Zeiten in Laboe falsch parkt hat nach 5 Minuten ein Ticket unter dem Scheibenwischer – und jetzt? Es geht um unserer aller Gesundheit und Leben, das scheinen viele Touri-Egoisten zu vergessen die immer noch nicht wahrhaben wollen, dass sie mit ihrem Verhalten anderen Menschen schaden können. Hauptsache sie können ihrem Hobby nachkommen und haben Spaß, wen interessieren da die anderen?

 

Während in anderen Urlaubsorten konsequent gehandelt wird, lädt Laboe die Gäste quasi ein und das kann es irgendwie nicht sein und darüber herrscht großer Unmut bei den Einheimischen die mir geschrieben haben oder mit denen ich in den letzten Tagen gesprochen habe. Die Menschen sollen und müssen an die frische Luft um spazieren zu gehen, natürlich immer mit Abstand, das klappt auch während der Woche sehr gut und da muss ich den Laboern ein großes Lob aussprechen. Aber an Ostern mag ich jetzt noch gar nicht denken.

 

Daher spreche ich glaube ich auch im Namen vieler Einwohner die Bitte an die Gemeinde aus, die Vorgaben und Anweisungen der Landesregierung konsequenter anzuwenden. Wir müssen ja nicht das Rad neu erfinden, wir müssen nur besser kontrollieren und uns an die Vorgaben halten, dann ist schon eine Menge gewonnen. Wir müssen an den Schutz der Menschen denken, ganz speziell auch an die, die jeden Tag auch weiterhin ihren Dienst für uns versehen.

 

Laboe war in letzter Zeit politisch gesehen nach stürmischen Zeiten endlich wieder in ruhige Fahrwasser gekommen, viele positive Dinge gab es schon zu berichten. Das wollen wir doch nicht damit zunichtemachen, dass Laboe sehr unrühmlich als lebhaftester Ostsee-Urlaubsort während der Corona-Krise in die Geschichtsbücher eingeht, oder?

 

Ich bin ja nun auch ein Mensch der den Tourismus sehr befürwortet und unterstützt so gut es geht hier im Ort, sonst würde es ja diese Homepage und weitere Projekte für Laboe gar nicht geben. Aber es kann und darf doch nicht sein, dass sich während der Corona-Krise die Einheimischen am Wochenende kaum noch auf die Straße wagen, weil Laboe von auswärtigen Tagesgästen regelrecht überrannt wird. Da muss dringend etwas geschehen.


Die Corona-Krise geht vorüber und danach sind alle Urlauber und Tagesgäste wieder ganz herzlich willkommen. Aber in der momentanen Situation geht die Sicherheit der Menschen vor, wer darauf keine Rücksicht nimmt ist einfach nur dumm und ignorant und muss sich dann auch nicht wundern, wenn zu härteren Maßnahmen gegriffen werden muss und das wäre doch sehr schade.

 

Kommen wir zur Sturmflut, die zwar angekündigt war aber dann doch irgendwie in ihrer Heftigkeit überraschte. Als unlängst die Orkane über Laboe hinweg fegten war es zwar gut windig, aber größere Schäden waren zum Glück nicht zu verzeichnen.

 

Am Sonntag herrschte nur Windstärke 8, da macht sich nun kein Küstenbewohner einen Kopp, allerdings kam der Wind diesmal aus Nord-Ost und trieb das ganze Wasser wieder vor sich her, das kürzlich erst aus der Förde heraus gedrückt wurde. Und so reichen auch verhältnismäßig geringe Windgeschwindigkeiten zwischen 62 – 74 km/h aus, um den gerade so schön hergerichteten Strand völlig zu überfluten.

 

Die Stege am Hafen standen unter Wasser, dem Seenotkreuzer Berlin fehlten an seinem Steg nur ein paar Zentimeter und er wäre an Land gewesen, also das sah schon alles sehr beeindruckend aus. Daher sehen wir heute im Album wie sich Laboe innerhalb von ein paar wenigen Stunden dramatisch verändern kann. Eben noch weiter Strand mir vereinzelten Besuchern, dann plötzlich die entfesselte Ostsee. Sagenhaft. Und wieder ein paar Stunden später ist am Montag fast alles wieder so, als wäre nichts gewesen.

 

Dann möchte ich noch über eine Aktion in Schleswig-Holstein berichten, die sich an unsere Schulkinder richtet. Durch die Corona-Krise müssen ja die überall im Land abgehaltenen und beliebten Ferien-Workshops jetzt abgesagt werden. In Laboe hat das immer die Kinderbuchautorin und Illustratorin Astrid Krömer übernommen, ihr zur Seite stand ihr Ehemann Wolfgang Slawski, bekannt durch seine Wimmelbild-Bücher und die lustigen Laboe-Schwände die man auf Postkarten, Tischsets, Tassen usw. findet. Wer immer noch nicht weiß wer gemeint ist drückt einmal HIER 

 

Bessere Lehrmeister als die beiden konnten die Kinder aus Laboe gar nicht bekommen und so entstanden immer ganz kreative Geschichten aus gemalten Bildern, die dann teilweise per Computer noch bearbeitet oder zu neuen kleinen Kunstwerken zusammen gesetzt wurden. Das hatte den großen Vorteil, dass die Kinder neben der eigenen Kreativität ganz spielerisch auch noch den Umgang mit einem recht anspruchsvollen Fotobearbeitungsprogramm kennen gelernt haben.

 

Das alles gibt es also im Moment leider nicht mehr, aber es gibt eine andere Möglichkeit, damit die Kinder in Schleswig-Holstein auch weiterhin kreativ bleiben, das Online-Projekt heißt: Schüler*innen@homeart. Worum geht es bei dem Projekt?

 

Nun, nach der ersten Freude über die verlängerten Osterferien, Schule zu Hause und viel Freizeit kommt aber nun so langsam ein anderes Problem zum Vorschein. Man muss teilweise dicht gedrängt den ganzen Tag mit seinen Eltern verbringen, Freunde zu besuchen gestaltet sich auch manchmal schwierig und mit der Gruppe los ziehen geht schon mal gar nicht mehr. Den kleineren Kindern fehlen die Spielplätze, den größeren die Sportplätze oder Treffs, wo sie früher immer zusammen waren.

 

Die Herausforderungen, die durch die Situation der letzten Tage und Wochen

entstanden sind, das Fehlen der Freunde und sicher auch die Langeweile kennzeichnen die jetzigen Tage. Diese Emotionen können zugleich der Ursprung für kreative Prozesse sein. Daher haben die Kreisfachberater*innen

für Kulturelle Bildung an den Schulen in Schleswig-Holstein ein bisher einmaliges Projekt entwickelt, das allen Schülern*innen im Land die Möglichkeit bietet, sich kreativ mit der derzeitigen Situation auseinanderzusetzen und

ihre Ergebnisse anderen zu zeigen.

 

Sie haben daher die erste landesweite Schülerausstellung zur historischen Situation um das Corona-Virus initiiert: „Schülerinnen@homeart“.

 

Etwas beitragen kann jeder Schüler, jede Schülerin von heute an bis zum regulären Schulbeginn. „Alles ist möglich, beispielsweise Musik, Bilder, Fotos, Videos, Gedichte, Kurzgeschichten“, so Antje Wilkening, Kreisfachberaterin für

den Kreis Segeberg. Ihre Kollegin Frederice Graf aus Stormarn ergänzt: „Unsere virtuelle Ausstellung bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Gefühle und Gedanken auf künstlerische Art und Weise zum Ausdruck zu bringen und ihre Werke

mit anderen zu teilen. So können Hoffnung und ein Gefühl von Gemeinsamkeit entstehen.“

 

Für die musikalisch Interessierten gibt es sogar einen extra geschriebenen Song, den die Schüler nun gemeinsam weiterentwickeln können. Im Song ‚Verrückte Zeit‘ können die Schüler gemeinsam musizieren und Teil eines großen

Ganzen werden“, sagt Dirk-Lorenzen Matthiesen, Kreisfachberater für Flensburg, der den Song zur interaktiven Gestaltung entwickelt hat.

 

Die eingesendeten Beiträge sollen dabei nicht nur im Internet bleiben. Ingo Schlünzen aus Neumünster gibt daher schon jetzt bekannt: „Alle Ergebnisse haben die Chance, im nächsten Schuljahr auf einer zentralen Landes-Performance Ausstellung präsentiert zu werden.“

 

Wer also bei diesem tollen und landesweiten Projekt mitmachen möchte schaut einmal HIER Viel Spaß.

 

So, das war es für den Montag, so viel habe ich am Mittwoch sicherlich nicht zu berichten, aber schauen wir mal was bis dahin alles passiert in Laboe, Überraschungen gibt es ja immer wieder.

 

Bis dahin sage ich Tschüss

Euer Ostsee-Peter



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