Juni 2024



Verliebt in Laboe ...

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Juni 2024

Montag, 03. Juni 2024


Moin Moin aus Laboe,


das erste Juni-Wochenende liegt hinter uns und während im Süden Deutschlands die Menschen gegen die Wassermassen ankämpfen, herrschte im Norden fast hochsommerliches Wetter und entsprechend viele Urlauber und Tagesgäste tummelten sich schon in Laboe.


Am Freitag luden die Freunde des Kurparks ihre Mitglieder zu einem Grillfest ein, es war wieder einmal äußerst schmackhaft. Die Kurparkdamen hatten leckere Salate gemacht und Kuchen gebacken, die 2. Vorsitzende des Vereins, Sigrun Ostermann, übernahm das, was sonst meist die Männer machen – am Grill stehen und Würste und Gemüse grillen. Auch an Getränken mangelte es natürlich nicht und so ging es dann fröhlich ins Wochenende. Wer einmal mehr über die Freunde des Kurparks und ihre Arbeit erfahren möchte drückt HIER


Ich habe mir für den Juni mal wieder ein Deutschland-Ticket gegönnt, und so bin ich dann am Samstag gleich mal mit dem Schiff zum Lebensmitteleinkauf nach Kiel gefahren. Macht ja viel mehr Spaß als zu Fuß zum Aldi oder Edeka zu laufen.

Ein Hinweis in dem Zusammenhang noch an unsere Urlauber – wer ein Deutschland-Ticket besitzt kann damit auch kostenlos mit den Fördeschiffen fahren, auch der sonst übliche Bordzuschlag entfällt.


Und auf so einer „Kreuzfahrt“ bekommt man ja immer viel zu sehen, dicht vorbei an Containerschiffen und wenn Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen kann man die fast anfassen, so dicht geht´s da vorbei. So eine Fahrt über die Kieler Förde ist also immer wieder ein Erlebnis und wird nie langweilig.


Am Sonntag wurde dann das erste Promenaden-Konzert in dieser Saison von Veranstaltungsleiterin Stefanie Hilse und Bürgermeister Heiko Voß eröffnet. So konnte sich Stefanie Hilse auch noch einmal einem größeren Publikum als neue Veranstaltungsleiterin vorstellen. Sie erläuterte dann auch ein paar Änderungen und Erweiterungen für die zukünftigen Veranstaltungen.


So kamen die Kinder immer etwas zu kurz in den letzten Jahren. Als Mutter einer schulpflichtigen Tochter hat sie in dieser Beziehung natürlich einen anderen Blickwinkel. Ein Anfang war das Familienpicknick im Kurpark letzten Monat, im Juli erwartet die Kids ein großes Dino-Fest im Kurpark. Zudem ist sie früher selber als Sängerin aufgetreten, ist mit einem Musiker verheiratet, kein Wunder also, das Stefanie Hilse selber gerne das Mikrofon in die Hand nimmt und auch mal selber mitsingt wie am Sonntag.


Denn da spielte der Shantychor der Ole Schippn auf und Stefanie mittendrin. Sie übt gerade fleißig Plattdeutsch, denn auch bei einem der plattdeutschen Sketche der Heikendorfer Speeldeel im August möchte sie einmal mitwirken. Ansonsten werden in dieser Saison mehr einheimische Bands aus der Umgebung auftreten, sie ist für alle Ideen offen und jederzeit ansprechbar. Per Mail unter veranstaltung@ostseebad.laboe.de oder telefonisch unter 04343 427112.


Nach diesem kleinen Interview durch Bürgermeister Heiko Voß trat dann der Shantychor der Ole Schippn auf, mit dabei in der ersten Reihe natürlich wieder die 104-jäjrige Edith Schulz, die ja ein ganz großer Fan des Shantychores ist. Eine verspätete Color-Line, viele Segelschiffe, Fracht- und Containerschiffe bildeten bei strahlendem Sonnenschein den richtigen Hintergrund für diesen wieder tollen Auftritt des Shantychores. „Seemann, deine Heimat ist das Meer….“ sang der Chor und die Zuschauer alle mittendrin.


Drei Veranstaltungen kann ich für diese Woche ankündigen. Nicht nur aus dem Bereich Kunst, sondern in dieser Woche gibt es auch wieder einen interessanten Vortrag der Universitätsgesellschaft Schleswig-Holstein. Und die VHS Laboe ist in Not und beruft eine außerordentliche Mitgliederversammlung ein.


Starten möchte ich mit Christa Heller, sie ist ja die 1. Vorsitzende vom Förderverein Freya-Frahm-Haus. Sie malt und zeichnet aber auch selbst, erstellt Radierungen und Collagen und hat ihre Werke z.B. auch schon im Heard-Craig-Center for the Arts in Dallas, Texas, ausgestellt, etwas dichter war es im Kulturhaus „Alte Apotheke“ in Schönberg, natürlich gab es auch Bilder von ihr im FFH zu sehen und seit dem 2. Juni 2024 kann man ihre Werke in der Ausstellung „Wasser, Landschaft, Phantasie“ in der Galerie „Schmuckstücke & Mehr“, Schönberger Strand, Promenade 37 betrachten.


Ihre Bilder und Collagen auf Leinwand entstehen vielfach auf zuvor aufgetragenen und bearbeiteten Untergründen, die eine Basis für verschiedene Bildgestaltungen bieten. Die Malerin experimentiert mit Acrylfarben, Tuschen, Kreiden, Stiften und diversen Materialien. Die Ausstellung am Schönberger Strand ist geöffnet von Samstag, den 1. Juni, bis Sonntag, den 30. Juni 2024, Öffnungszeiten: Di-So 14-18.30 Uhr (Di, 25.6., bis Fr, 28.6., geschlossen).


Einen, wie ich denke, sehr interessanten Vortrag der Universitätsgesellschaft gibt es am Donnerstag, den 06. Juni 2024 um 19:30 Uhr im Freya-Frahm-Haus. Dort geht Prof. Dr. Wolfgang J. Duschl vom Institut für Theoretische Physik und Astrophysik der Frage nach: „Wo seid ihr denn alle? Von der seriösen Suche nach extraterrestrischem Leben.“


Seit Urzeiten ist es eine der spannendsten Fragen der Menschheit, ob wir die einzige

Lebensform im Universum sind, oder ob es noch anderes – mehr oder weniger hoch

entwickeltes – Leben im Weltall gibt. Prof. Duschl wird zeigen, dass wir jetzt erstmals in eine Phase kommen, in der die Suche nach (einfachem) extraterrestrischen Leben sinnvoll wird. Dazu wird er verschiedene der neuen Ansätze vorstellen und zeigen, warum sie sinnvoller sind, als all' die bisherigen Versuche. Man kann zwar, wie bei jeder sauberen wissenschaftlichen Untersuchung, das Ergebnis nicht vorhersagen, aber es wird auf jeden Fall spannend.


Der Eintritt beträgt 5 Euro, wegen der begrenzten Anzahl Plätze bitte anmelden unter info@freya-frahm-haus.de


Ebenfalls am Donnerstag, den 06. Juni findet um 18:00 Uhr im Beeke-Sellmer-Haus eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt, zu der auch Gäste herzlich eingeladen sind. Das Thema lautet: Wie geht es weiter mit der VHS Laboe e.V.? Denn trotz monatelanger Bemühungen auf unterschiedlichen Ebenen ist die Weiterarbeit des gemeinnützigen Vereins VHS Laboe e.V. und das erfolgreiche Kursprogramm sehr stark gefährdet. Jede Beteilung ist daher hilfreich.


Ansonsten kann ich noch in eigener Sache verkünden, dass ich den Historischen Kalender für 2025 fertiggestellt habe, der geht diese Woche in den Druck und kann dann wieder in der Elatus-Buchhandlung erworben werden. Auch das einmal im Jahr erscheinende „EXTRABLATT“ für unsere Urlauber ist ganz kurz vor der Vollendung. Diese beliebte Urlaubszeitung für Laboe wird in den nächsten Tagen in den Druck gehen und liegt dann kostenlos in vielen Restaurants und Geschäften aus. Danach brauche ich dann aber erstmal Urlaub. Wo? Natürlich in Laboe – wo sonst?


In diesem Sinne wünsche ich eine schöne Woche, wir lesen uns am Freitag wieder, bis dahin sage ich wie immer Tschüss

Euer Ostsee-Peter


Freitag, 07. Juni 2024


Moin Moin aus Laboe,


die erste Juniwoche neigt sich dem Ende zu, das Wetter war wie Speck – durchwachsen. Dann habe ich der neuen Tourist-Info in der ehemaligen Meerwasserschwimmhalle einmal einen Besuch abgestattet, die ist ja ganz schick geworden. Eigentlich soll sie ja dort nur übergangsweise sein und irgendwann mal ins Rathaus verlegt werden. Aber vergleicht man mal die beiden Standorte Schwimmhalle und Rathaus spricht sehr viel für die Schwimmhalle.


Zentral gelegen, hell und freundlich mit viel Platz, barrierefrei, das alles spricht für den neuen Standort. Im Rathaus müsste erstmal mal ein Treppenlift gebaut werden um die Eingangsstufen zu überwinden. Die Bücherei soll da auch noch mit rein und benötigt viel Platz, was passiert dann mit den Räumen die jetzt von der Flüchtlingshilfe/Kleiderkammer genutzt werden usw. Und wenn man weiß, wie lange Planungen und Umsetzungen in Laboe dauern, sehe ich die Tourist-Information die nächsten 10 Jahre in der ehemaligen Schwimmhalle und das finde ich sehr gut.


Und selbst wenn man sich entscheidet, an der Stelle entweder eine neue Schwimmhalle zu bauen oder die alte wiederzubeleben, oder aber eine andere Nutzungsmöglichkeit findet wie Indoor-Spielplatz o.ä. wird auch das kaum schneller als 10 Jahre gehen, wenn man das einmal realistisch betrachtet.


Für die Gemeinde Laboe ist es auf jeden Fall eine win-win-Situation, denn ihr entstehen durch den Umzug keine Kosten, die übernimmt der Lotsenbetriebsverein. Im ehemaligen Café la Musica sind zwei neue Büros entstanden, auch ein Lagerraum und Sozial- und Sanitärräume wurden neu integriert. Anja und Stephan Tomnitz sowie ihre Kollegin Silke Grünwald stehen immer mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um die Fragen der Urlauber geht. Komische Fragen gibt es nicht und sollte jemand fragen, wie das mit Ebbe und Flut in Laboe ist, oder ob es noch Butterfahrten gibt, dass alles und vieles mehr beantwortet das fröhliche Team stets kompetent und mit viel Sachwissen.


Sie halten Ortspläne, Fahrpläne für Bus und Schiff, Rad- und Wanderkarten, Auflistung der Kreuzfahrer und viele weitere nützliche Informationen bereit und auch das eine oder andere Laboe-Mitbringsel ist in der neuen Tourist-Info erhältlich. Aber auch tolle Tipps für Ausflüge in die Probstei, in die Nachbarorte oder auch nach Kiel hält das Team der Tourist-Info für die Gäste bereit. Auch die Frage – was kann man in Laboe oder in der Umgebung mit Kindern unternehmen wird oft gestellt und auch dazu hat das Team die passenden Vorschläge.


Geöffnet ist die Touristinfo in der Strandstraße 25 im Foyer der ehemaligen Meerwasser- Schwimmhalle von Mai bis 01. September Montag - Freitag von 10:00 - 16:00 Uhr, Samstag, Sonntag und am Feiertag von 10:00 - 14:00 Uhr.


Als ich am Dienstagnachmittag meine Runde durch Laboe gedreht habe, war auf einmal jede Menge Action im Hafen. In kurzen Abständen kamen 3 Polizeiwagen mit Blaulicht in den Hafen gebraust, von der gerade angelegten Fähre Wik mussten alle Fahrgäste das Schiff verlassen. Die Polizei sperrte dann die Nordmole komplett ab, die Leute mussten bis hinter Inas Imbiss zurückweichen.


Ich saß gerade mit einigen Laboern gemütlich vor Inas Imbiss und habe einen Kaffee getrunken, wir durften dort sitzen bleiben und saßen so praktisch in der ersten Reihe. Die Fahrgäste, die von Bord kamen, unter anderem auch Schulklassen mit ihren Lehrern, sprachen von einem Messerstecher an Bord. Ein Rettungswagen fuhr dann auch auf die Nordmole, auch die Wasserschutzpolizei aus Kiel war mit einem Boot vor Ort. Nach einiger Zeit kamen dann 3 Männer mit Sturmmasken und der Aufschrift Polizei von Bord, demnach also ein SEK-Team, kurz danach wurde dann jemand vom Schiff in den bereitstehenden Polizeiwagen geführt.


Die Polizeidirektion Kiel teilte dann dazu einen Tag später mit, dass es zwar einen Polizeieinsatz auf der Fähre im Laboer Hafen gegeben habe, in Gefahr seien die Passagiere aber zu keinem Zeitpunkt gewesen. Tatsächlich habe sich an Bord des Schiffs ein 40-jähriger Mann befunden, der sich offenbar das Leben nehmen wollte und ein Messer dabei hatte, so der Polizeisprecher. Konkret gefährdet seien dadurch aber weder Passagiere und Besatzungsmitglieder, noch die hinzugeholten Polizeikräfte worden.


Der 40-Jährige sei in einem geeigneten Moment überwältigt worden. Verletzt wurde laut Polizei niemand. Auch kam es den Angaben nach zu keinen strafbaren Handlungen. Eine Amtsärztin habe den Mann in eine Fachklinik eingewiesen. Zum Glück ist also in diesem Fall nichts weiter Schlimmes passiert. Aber aufgrund der sich in letzter Zeit häufenden Messer-Überfälle ist einem das doch schon ganz schön unter die Haut gegangen.


Nach diesem aufregenden Dienstag – immer mittendrin statt nur dabei, das muss ich auch nicht jeden Tag haben – war Mittwoch dann wieder Ausflugtag für mich. Doch wohin? Auf sämtlichen Bahnstrecken rund um Kiel wird gebaut, es gibt jede Menge Bus-Ersatzverkehr, Verspätungen oder Ausfälle. Aber ich mache das dann ganz entspannt, steige in einen Zug ein der in Kiel am Bahnhof steht und fahre einfach mit. Und so führte mich mein Weg diesmal nach Plön.


Da war ich bislang nur einmal kurz, jetzt habe ich mir die Stadt einmal genauer angeschaut. Bekannt ist Plön natürlich durch den Plöner See, mit 28 qkm und bis zu 56 Metern Wassertiefe der größte See in Schleswig-Holstein und der zehntgrößte See in Deutschland.


Und natürlich durch sein Schloss, eines der größten erhaltenen Schlösser in Schleswig-Holstein. Errichtet wurde es von den Herzögen Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön. Das Schloss wurde übrigens in nur drei Jahren von 1633 bis 1636 errichtet. So ein Projekt würde in der heutigen Zeit mindestens 20 Jahre dauern und Milliarden verschlingen. BER, Stuttgart 21 und der Elbtower lassen grüßen.


Wegen der vom Land nicht finanzierbaren notwendigen Sanierung wurde das Schloss nach wechselvoller Geschichte 2002 für 3,6 Millionen Euro an die „Fielmann Akademie“ verkauft. Innerhalb von 4 Jahren wurde das Schloss dann für über 35 Millionen Euro wieder denkmalgerecht instandgesetzt und dient heute als Bildungsstätte der „Fielmann Akademie Schloss Plön“. Pro Jahr werden hier mehr als 6.000 Augenoptiker und Hörgeräteakustiker qualifiziert und 45.000 Teilnehmertage durchgeführt.


Besonders ansprechend fand ich auch den Schlosspark mit seinen vielen Gebäuden, eine Oase zum Entspannen. Sehr gut gefallen hat mir auch die kleine Johanniskirche, ein Fachwerkbau aus dem Jahre 1685. Ich habe mich dort sehr nett mit einer Dame vom Förderverein der Kirche unterhalten, auch dort gibt es Nachwuchssorgen und fehlende Gelder zum Erhalt der Kirche.


Eine der bedeutendsten Persönlichkeiten aus der Gründungszeit der Johanniskirche ist der "Schwarze Trompeter" Christian Gottlieb. Der einstige Sklave aus Zentralafrika war nach christlicher Erziehung und Taufe unter der Schirmherrschaft des Grafen von Rantzau auf Ascheberg zum "Hof- und Feldtrompeter" des Herzogs Hans Adolf aufgestiegen. Man nannte ihn den „Plöner Mohr“, er hat es aber trotz aller Schwierigkeiten und Vorbehalte in der damaligen Zeit geschafft, die Tochter des Plöner Ratsherrn Radeleff zu heiraten.


Der Innenraum der kleinen Kirche ist gemütlich und strahlt Geborgenheit aus. Die historischen, mit Türen zu verschließenden Bänke stammen aus der Gründungszeit der Kirche. Und mit diesem Besuch der kleinen Fachwerkkirche ging dann mein Besuch in Plön zu Ende.


Nun schauen wir mal was in Laboe in nächster Zeit los ist. Und da gibt es am Sonntag um 15:00 Uhr in der Musikmuschel wieder ein Highlight, denn der Laboer Pop- und Gospelchor „Black Swans“ treten auf. Die rund 25 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Michael Kallabis schaffen es jedes Mal, dass Publikum mit ihren tollen Songs mitzureißen. Da wird mitgesungen und geklatscht, es werden nicht nur Gospelsongs gesungen, sondern auch Oldies, ja und sogar das Laboe-Lied „Lieber kleiner Steuermann“ haben sie im Programm. Freuen wir uns also auf einen tollen, musikalischen Auftritt am Sonntag.


Am Dienstag, den 11. Juni 2024 findet von 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr in der Lesehalle ein Workshop zur digitalen Zusammenarbeit für Ehrenamtliche in Laboe statt. Der Abend bietet die einmalige Gelegenheit, die kostenfreie Projektplattform MokWi kennenzulernen und auszuprobieren.


MokWiist eine digitale Plattform, die Projektmacher*innen die Möglichkeit bietet, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Ob zum Thema Klimaschutz, Nachbarschaft oder Vereinsorganisation: MokWi bietet eine Vielzahl von Werkzeugen zur Zusammenarbeit. Die kostenfreie Plattform ermöglicht es den Nutzern, Termine abzustimmen und Veranstaltungen einzustellen. Außerdem bietet sie Cloud-Speicher für die gemeinsame Arbeit an Dokumenten.


Aus Laboe sind z.B. schon die Trachtengruppe, die Stöberstube, der Seniorenbeirat, die Initiative Klimaschutz, die Flüchtlingshilfe und andere auf MokWi vernetzt. Gerade für Vereine finde ich diese Plattform eine gute Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen.


Bürgermeister Heiko Voß freut sich sehr, diesen Workshop in Laboe zu realisieren: „Es ist mir außerordentlich wichtig, das Ehrenamt in unserer Gemeinde weiter zu stärken. Gerade durch eine digitale Vernetzung aller ehrenamtlichen Angebote und Gruppen können starke Synergien entstehen. Voneinander wissen, sich austauschen bedeutet miteinander stärker werden. Vor diesem Hintergrund hoffe ich auf eine rege Teilnahme.“


Der Workshop ist kostenfrei. Teilnehmern wird jedoch empfohlen, ein eigenes Gerät (Laptop, Tablet) mitzubringen. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung gebeten unter: info@freiwillig-im-kreis-ploen.de


So, das war es wieder einmal für diese Woche. Wir lesen uns am Montag wieder, dann mit dem diesjährigen Programm der Urlaubskirche in Laboe und dit und dat von der Sonnenseite der Kieler Förde, also Laboe.

Bis dahin sage ich wie immer Tschüss


Euer Ostsee-Peter

Montag, 10. Juni 2024


Moin Moin aus Laboe,


eigentlich wollte ich heute fröhlich mit einem Bericht vom Konzert der „Black Swans“ beginnen, aber leider musste der Auftritt des Chores wegen Regen abgesagt werden. Das ist natürlich sehr schade, ich hoffe, das Konzert kann noch nachgeholt werden.


Ansonsten hatten wir ja am Sonntag Europa-Wahl, das Ergebnis ist allgemein bekannt. Und das ist praktisch gleich eine Steilvorlage für mich, denn die politische Lage verschiebt sich nicht nur in Europa, sondern auch bei uns in Laboe. Nach einem Jahr Ruhe, wo es höchstens mal einen kleinen Aufreger zum Thema Schwimmhalle gab, weil es da absolut nicht weiter geht, ist nun für die nächsten Jahre übergangsweise die Tourist-Info dort eingezogen, so schafft man auch Fakten.


Der zweite Aufreger war dann die Geschichte mit der Kurabgabe, das hat ja in der Presse und in den sozialen Netzwerken für einen richtigen Shitstorm gesorgt. Dabei ging es nur um das Wort „Kurabgabe“ statt Strandabgabe, das von der Landesregierung so vorgegeben wurde und eine Erhöhung um 50 Cent pro Tag in der Saison. Ansonsten hat sich nichts geändert. Hätte die Gemeinde das vorher transparent kommuniziert – keine Menschenseele hätte das noch interessiert. Aber das ist eben alles überhaupt nichts gegen das, was am letzten Freitag in Laboe passiert ist. Ich möchte das direkt heute einmal als Breaking-News bezeichnen:


Politisches Erdbeben in Laboe


Bürgervorsteher Sven Müller und die beiden Fraktionsvorsitzenden Dr. Siegfried Krause und Friedhelm Reker von der Wählergemeinschaft WIP haben mit sofortiger Wirkung ihren Rücktritt und die sofortige Niederlegung des ihnen vom Wähler verliehenen Mandats als Vertreter der Gemeinde Ostseebad Laboe bekanntgegeben. Auch 4 weitere Mitglieder von WIP haben mit sofortiger Wirkung ihre Ämter niedergelegt.


7 auf einen Streich, so etwas hat es selbst in der Laboer Politik bislang noch nie gegeben und in anderen Gemeinden spricht man ja nicht umsonst von den „Laboer Verhältnissen“, da stets der Außeneindruck erweckt wird, dass die Laboer Gemeindevertretung nicht zum Wohle der Bürger agiert, sondern immer nur mit sich selbst beschäftigt ist.


Die WIP ist im letzten Jahr bei den Kommunalwahlen als klarer Sieger hervorgegangen, alle 5 Wahlbezirke konnten gewonnen werden, zehn Frauen und Männer waren zur Kommunalwahl angetreten und konnten auf Anhieb alle Direktmandate für sich gewinnen. 7 von ihnen haben nun ihr Amt niedergelegt, wie konnte es dazu kommen?


Der Hauptgrund war, so ist es in der gemeinsamen Erklärung des Bürgervorstehers und den beiden Fraktionsvorsitzenden zu lesen, dass es unüberbrückbare Differenzen zwischen dem Fraktionsvorsitz und Karl Christian Fleischfresser vom Vereinsvorstand gab. Auf den Sitzungen der Gemeindevertreter war in der letzten Zeit schon zu beobachten, dass Herr Fleischfresser immer eine eigene Meinung vertrat, die dann plötzlich überhaupt nicht mehr mit der seiner eigenen Fraktion übereinstimmte.


So haben sich viele Probleme schon seit längerer Zeit aufgebaut, daher war das Führungstrio der Meinung, dass es so nicht weiter gehen kann und darf mit der politischen Arbeit in Laboe. Es folgten natürlich im Vorfeld zahlreiche Gespräche, Diskussionen und Überlegungen, denn dieser bislang einmalige Schritt ist keinem leichtgefallen.


Weiter heißt es in der Erklärung: „Eine sachliche, konstruktive Fraktionsarbeit an den vielschichtigen, dringend zu lösenden Aufgaben der Gemeinde, die von einem großen Teil der WIP-Fraktionsmitglieder mit viel ehrenamtlichem Engagement und Herzblut angegangen wurden, erscheint unter den gegebenen Umständen nicht mehr möglich“.


Natürlich werden jetzt einige Wähler der WIP enttäuscht sein. Wie schon davor von den GRÜNEN, von denen sich die Bürgerinnen und Bürger auch eine Wende in der Laboer Politik versprochen hatten und stark enttäuscht wurden. Übrig geblieben sind grüne Splittergruppen. Auch das wurde natürlich ausgiebig diskutiert. Und so heißt es dann auch in der Erklärung weiter: „Wir Unterzeichner ziehen uns hiermit komplett von der politischen Laboer Bühne zurück, geben unsere vom Bürger verliehenen Mandate aus Respekt und Gründen der Fairness entsprechend dem vom Souverän verliehenen Wählerauftrag an die WIP Laboe zurück“.


Sofern es gelingt, die 7 ausgeschiedenen Mitglieder aus dem Pool der Nachrücker zu ersetzen, geht keine Wählerstimme verloren, da keiner der Beteiligten in eine andere Fraktion wechselt oder eine neue Wählergemeinschaft gründet und damit dann ein Mandat verloren wäre.


„Wir waren stolz darauf, dieses Amt zu bekleiden und es war eine Ehre, uns für die Belange der Laboer Wählerinnen und Wähler nach bestem Wissen und Gewissen einzusetzen“ heißt es zum Schluss der Erklärung.


Soweit zunächst also einmal zu dem großen Knall in der Laboer Politik. Die Wogen werden nun erstmal in der nächsten Zeit hochschlagen, alleine in den sozialen Netzwerken werden sich die Meinungen wieder einmal überschlagen, aber mal ganz ehrlich - wir leben in einer Demokratie, da gehören politische Streitereien und Auseinandersetzungen dazu.


Wenn es aber nur um das eigene Ego geht, wenn jemand meint, nur er alleine wisse wie die Welt funktioniert und alle anderen haben keine Ahnung, wenn Kritik als persönliche Beleidigung aufgefasst wird und nicht zur konstruktiven Auseinandersetzung führt, dann ist mit solchen Selbstdarstellern keine vernünftige Zusammenarbeit möglich.


Es ist natürlich sehr bedauerlich, dass nun gerade die fähigsten Leute der WIP die neue Wählergemeinschaft verlassen, die ja angetreten war, um endlich einmal mehr Schwung in die seit Jahren stillstehende Politik zu bringen. Während einige Menschen traurig und enttäuscht sind, triumphieren andere. Aber bringt das Laboe auf keinen Fall weiter!


Natürlich ist das kein Weltuntergang, sondern wie schon oben erwähnt, Demokratie. Die Partei mit den meisten Sitzen hat nun das Vorschlagsrecht für einen neuen Bürgervorsteher, das war bislang die WIP, das muss aber ja nicht unbedingt so bleiben, wenn nicht alle sieben freiwerdenden Mandate von der Wahlliste nachbesetzt werden können.


Nur schön wäre es, wenn es endlich einmal weiter gehen würde, und zwar vorwärts und zukunftsgerichtet, um die drängenden Probleme in Laboe zu erledigen die seit Jahren von der Politik verschleppt werden. Da denke ich an die völlig heruntergekommene Promenade, die maroden Straßen, den Hafen und an viele andere Baustellen mehr. Darum geht es doch letztendlich und nicht darum, durch gegenseitige Blockaden Laboe immer weiter herunterzuwirtschaften. Wann haut da mal endlich jemand gewaltig mit der Faust auf den Tisch?


Es liegt also eine spannende Zeit vor Laboe, langweilig wird es hier nie.


Wenden wir uns mal von der Politik ab und kommen zu einem wesentlich erfreulicheren Thema, ich hatte es Freitag ja schon angekündigt. Die Urlaubskirche ist in diesem Jahr nach längerer Pause wieder aktiv in Laboe. Noch nicht mit dem vollen Programm wie früher, aber der Anfang ist gemacht.


So wird es dienstags von 18:00 – 18:30 Uhr an der Konzertmuschel an folgenden Terminen die „Gute-Nacht-Geschichten“ geben: 25.6., 9.7., 16.7., 23.7., 13.8., 20.8., 27.8., 3.9.2024


Abendausklang an der Konzertmuschel.

Ruhe finden, dem Sonnenuntergang zusehen, gemeinsam etwas knabbern, ins Gespräch kommen, in Kerzenflammen schauen, mit kurzen, nachdenklichen Geschichten und Abendgebet den Abend ausklingen lassen.

Jeweils dienstags von 19:00 – 20:00 Uhr am 20.8., 27.8., 3.9, 10.9.2024


Für Strandtaufen oder Trauungen sind noch Plätze frei. Anfragen bitte bei Pastorin Irmelin Heyel, Telefon 0151-22 00 86 64 oder per Mail unter i.heyel@kirche-ps.de


Auch meine kleine Enkelin Jolina wird im Juli am Strand von Laboe getauft, sogar an einem Nachmittag, weil die komplette Familie ja erstmal aus Buchholz nach Laboe anreisen muss. Aber ich als Opa freue mich natürlich schon besonders darauf, hab ja auch den kürzesten Weg zum Strand.


Und wo es einen Opa gibt, gibt es auch eine Oma, und die wird am Dienstag zusammen mit Jonathan ein paar Tage Urlaub in Laboe machen. Es ist das erste Mal, dass Jonathan Urlaub ohne seine 3 Geschwister macht, mal sehen wie lange er es aushält.


Das war es für den Start in die neue Woche, sie fängt ja auf jeden Fall spannend an wie ich finde. Wir lesen uns am Freitag wieder, bis dahin sage ich wie immer Tschüss


Euer Ostsee-Peter